Autor*innen: N.N. | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse | Jahrgang: 51 | Heft: 9 | Seiten: 34 bis 35 | Erscheinung: 26.08.2026
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Abstract
gewiesen, daß zwischen Studium und Fernzielen wie Gruppenpraxis ja noch die Krankenhauszeit liegt. Wie wichtig eine Diskussion gerade über diese ja viel näher liegende Zeit ist, haben mir meine Erfahrungen während der Krankenhausfamulatur gezeigt. So stand am Anfang erst einmal das Gefühl totaler Unsicherheit. Dem Patienten als "Herr Doktor" gegenüber zu stehen, aber nicht mal ein Anamneseschema im Kopf zu haben und keine praktische Erfahrung, wie man nun wirklich eine Untersuchung von Kopf bis Fuß macht, sind natürlich ungünstige Startbedingungen. Auch in vielen anderen Punkten bekam ich zu spüren, daß das Uni-Studium nur sehr vereinzelte Berührungspunkte mit der praktischen Tätigkeit im Krankenhaus hat, da hilft auch kein besonderer Studienabschnitt über Grundlagen der klinischen Medizin mit extra Staatsexamensteil. Irgendwie hatte ich auch immer das ungute Gefühl, wenn ich in ein Krankenzimmer kam, daß die Patienten Ansprüche an mich als "Arzt" stellten, sodaß ich zunächst völlig verkrampft herumlief, mich bei jeder Infusion, die ich anlegte, genau beobachtet fühlte und mir der Schweiß ausbrach, wenn ich beim Blutabnehmen mal eine Vene nicht fand.
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