Autor*innen: Lerchenmüller, C.; Bauer, K.; Buch, T. | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse | Jahrgang: 51 | Heft: 3 | Seiten: 89 bis 92 | Erscheinung: 18.08.2026 | DOI: 10.3936/dmm211666920_139
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Abstract
Der Artikel zeigt, warum geschlechtsspezifische Medizin weit mehr ist als Frauenmedizin. Anhand klinischer Beispiele aus Kardiologie, Pharmakologie, Psychiatrie und Autoimmunologie wird deutlich, dass biologische und soziokulturelle Geschlechterunterschiede Diagnose, Therapie und Versorgung wesentlich beeinflussen. Frauen profitieren etwa von angepassten Grenzwerten und einer besseren Wahrnehmung infarkttypischer Symptome, während bei Männern z. B. Depressionen oder Lupus häufig unterschätzt werden. Zugleich macht der Beitrag sichtbar, dass Forschung, Leitlinien und medizinische Führung noch immer von strukturellen Ungleichgewichten geprägt sind. Der Weiterbildungsstudiengang CAS (Certificate in Advanced Studies) in Sex- and Gender-Specific Medicine der Universitäten Bern und Zürich setzt hier an: Er vermittelt evidenzbasiertes Wissen zu Sex- und Gender-Aspekten in Forschung, Klinik und Public Health und befähigt Gesundheitsfachpersonen, geschlechtersensible Medizin praktisch umzusetzen.
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