Autor*innen: Dr. Joachim Schnürle | Zeitschrift: Geschichte der Pflege, Hungen | Jahrgang: 19 | Heft: 11 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 28.11.2016 | DOI: 10.3936/docid203099
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Abstract
Das Leben von Eva von Tiele-Winckler ist geprägt von dem tiefen, religiös motivierten Wunsch, zu helfen und auch über die Standesgrenzen hinweg, sich mit den Armen zu solidarisieren. Zusammenfassend zeigt sich eine Emanzipation vom Frauenbild ihrer Lebenszeit und auch von den Standes-Konventionen. Daher kann sie in der Nachfolge einer Elisabeth von Thüringen gesehen werden, die 650 Jahre zuvor einen sehr ähnlichen Weg gegangen ist und wahrscheinlich auch ein Vorbild für Eva von Tiele-Winckler war. Auch im 21. Jahrhundert kann das mutige Einsetzen für die Bedürftigen, die persönliche Zuwendung zu den Kranken und das Überschreiten von Konventionen richtungsweisend sein. Heute sind es andere Widerstände, die in der Pflege überwunden werden müssen, die zeitlichen Begrenzungen durch Dokumentationspflichten und Abrechnungs-Vorschriften, die aber nicht dazu führen sollten, den Menschen nicht mehr als bedürftiges Gegenüber im Blick zu haben.
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