Autor*innen: Petković, I. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 26 | Heft: 4 | Seiten: 193 bis 198 | Erscheinung: 06.09.2024 | DOI: 10.3936/3nnz2702
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Abstract
Menschen, die mit HIV leben, erleben in der Gesellschaft und im Gesundheitswesen Stigmata. Studien weisen darauf hin, dass Pflegekräfte ebenfalls stigmatisierende Ansichten aufweisen. Die qualitative Studie untersucht, inwiefern Menschen, die mit HIV leben, während der pflegerischen Versorgung in deutschen Krankenhäusern Stigmata erleben. Hierfür werden die bestehenden Herausforderungen erforscht. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für die pflegerische Versorgung von Patient_innen mit HIV zu entwickeln. Es wurden 11 problemzentrierte Leitfadeninterviews mit Menschen, die mit HIV leben, geführt. Im Anschluss wurden 3 Fokusgruppen mit 9 jungen Pflegenden, die in der pflegerischen Versorgung in deutschen Krankenhäusern tätig sind, durchgeführt. Die Auswertung erfolgte mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse. HIV-bezogene Stigmata in der pflegerischen Versorgung äußern sich in 2 Kategorien. Die Kommunikation über die HIV-Diagnose läuft häufig nicht datenschutzkonform ab. Zudem besteht bei Pflegenden die Angst, sich bei der Versorgung von Patient_innen mit HIV zu infizieren. Ursächlich hierfür sind häufig Wissensmängel zu HIV und AIDS. Die Handlungsempfehlungen beziehen sich auf eine geförderte Wissensvermittlung, die datenschutzkonforme Dokumentation und Information zur HIV-Diagnose, das Aufarbeiten von Vorfällen mit HIV-bezogenen Stigmata sowie Maßnahmen zur Förderung von Gleichbehandlung, Professionalität und Empathie.
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