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Elf Ziffern, eine Akte. Wie Estland Gesundheit digitalisiert hat Und was Deutschland daraus lernen kann
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Elf Ziffern, eine Akte. Wie Estland Gesundheit digitalisiert hat Und was Deutschland daraus lernen kann

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Autor*innen: Lauterbach, M I.   |   Zeitschrift: Dr. med. Mabuse   |   Jahrgang: 51   |   Heft: 2   |   Seiten: 22 bis 23   |   Erscheinung: 11.05.2026   |   DOI: DOI: 10.3936/dmm_artid47763397


Abstract

Der Emajõgi fließt träge durch Tartu, Estlands zweitgrößte Stadt, einer Universitätsstadt mit 100. 000 Einwohnern. Entlang des Flusses verläuft ein Radweg, der morgens von Dutzenden Pendlern genutzt wird. An einem Dienstag im Oktober stürzt ein Radfahrer über eine Bordsteinkante. Er bleibt regungslos liegen. Ein Passant wählt die 112. Was in den nächsten vier Minuten passiert, unterscheidet Estland von fast jedem anderen Gesundheitssystem in Europa: Die Leitstelle lokalisiert den Anruf innerhalb von 30 Sekunden und alarmiert die nächste Einheit. Die Disponentin identifiziert den Patienten über seinen Personalausweiscode – elf Ziffern, die in Estland an eine vollständige digitale Existenz geknüpft sind. Auf dem Tablet im Rettungswagen, noch vor Eintreffen am Unfallort, öffnet sich die Akte: Die Sanitäter verfügen nun über Wissen über seine Blutgruppe, eventuelle Allergien, benötigte Medikation, die letzten Krankenhausaufenthalte. Als der Rettungssanitäter eintrifft, besitzt er eine klinische Vorgeschichte, für die ein deutscher Notarzt im besten Fall den Hausarzt anrufen müsste – am Dienstagmorgen zwischen 08: 00 und 10: 00, wenn die Praxis besetzt ist.


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GESUNDHEIT KRANKENHAUS DIGITALISIERUNG DOKUMENTATION FINANZIERUNG DATENSCHUTZ BETRIEB HAUSARZT ESTLAND
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