Autor*innen: Ternon, M. | Zeitschrift: Pflegewissenschaft | Jahrgang: 28 | Heft: 1 | Seiten: 38 bis 44 | Erscheinung: 03.03.2026 | DOI: 10.3936/02g76089
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Abstract
Die Zusammenarbeit verschiedener Generationen im Kontext der Digitalisierung von Pflegedokumentationssystemen konfrontiert Personen im Pflegemanagement mit komplexen Herausforderungen. Ziel dieses Beitrags ist es, pflegemanagementbezogene Maßnahmen zur Minimierung potenzieller Generationenkonflikte zu identifizieren und deren Potenzial zur Verbesserung der Implementierung digitaler Systeme aufzuzeigen. Im Anschluss an eine systematische Literaturrecherche wurden leitfadengestützte Interviews mit elf Pflegepersonen aus den Generationen Babyboomer, X, Y und Z durchgeführt. Ziel der qualitativen Erhebung war es, Einblick in generationenspezifische Erwartungen und Herausforderungen zu erlangen. Die Interviews wurden anhand einer qualitativ strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz (2022) ausgewertet. Die Analyse identifizierte sieben Maßnahmen, welche sich Pflegepersonen unterschiedlicher Generationen von ihren Führungskräften gewünscht haben: gezielte Schulungen, verstärkte Führungsinteraktion, Bereitstellung finanzieller und zeitlicher Ressourcen, Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit, Systemvereinheitlichung, Ansprechpersonen für digitale Dokumentationssysteme, sowie eine strategische Nutzung des Generationenmix zur Wissenssicherung. Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass ein generationensensibler Ansatz in der Pflegepraxis sowohl zu einer erfolgreichen Implementierung von technischen Innovationen als auch zu einer Minimierung von potenziellen Konflikten führen könnte. Limitationen der Untersuchung stellen die geringe Stichprobengröße und die Begrenzung des Forschungsgegenstandes auf digitale Pflegedokumentationssysteme dar. Zukünftige Untersuchungen haben die Möglichkeit, die praktische Umsetzung der erhobenen Maßnahmen sowie deren Wirksamkeit auf Basis der vorliegenden Daten zu untersuchen.
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