Autor*innen: Beck , P. ; Prof. Dr. Bieler, K. | Zeitschrift: Dr. med. Mabuse | Jahrgang: 50 | Heft: 2 | Seiten: 52 bis 55 | Erscheinung: 28.05.2025 | DOI: 10.3936/ALDM212
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Abstract
Die zunehmende Superdiversität im Gesundheitswesen – bedingt durch eine wachsende Zahl internationaler Gesundheitsfachkräfte sowie die heterogene Zusammensetzung der Patient*innenpopulation – stellt hohe Anforderungen an die Versorgungsstrukturen. Der Beitrag beleuchtet auf Grundlage aktueller empirischer Studien die Herausforderungen und strukturellen Defizite in der Integration internationaler Gesundheitsfachkräfte in Deutschland. Qualitative und quantitative Befunde zeigen, dass Missverständnisse, Rollenkonflikte und psychosoziale Belastungen häufig aus unklaren Rollenerwartungen, fehlender Anerkennung und mangelnder struktureller Unterstützung resultieren. Individuelle Maßnahmen wie Schulungen zur kulturellen Sensibilisierung bleiben in ihrer Wirkung begrenzt, wenn sie nicht durch institutionalisierte Diversitätsstrategien ergänzt werden. Studien verdeutlichen, dass kulturelle Kompetenz maßgeblich durch organisationale Rahmenbedingungen geprägt ist. Ein systematischer, evidenzbasierter Ansatz zur Förderung kultureller Kompetenz in Gesundheitseinrichtungen – der individuelle wie strukturelle Ebenen gleichermaßen adressiert – ist deshalb essenziell, um eine gerechte, diskriminierungssensible und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in superdiversen Kontexten zu ermöglichen
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