Autor*innen: Gerald Handl | Zeitschrift: Pädagogik der Gesundheitsberufe, Hungen | Jahrgang: 19 | Heft: 7 | Seiten: 1 bis 1 | Erscheinung: 14.07.2016 | DOI: 10.3936/30000-44
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Abstract
Heutzutage gilt es als keine besondere Novität, elektronische Tools zur Lernunterstützung zu verwenden. Mittlerweile gilt es als wesentliches, alltägliches Element, auch in Pflegeausbildungen. Vorwiegend Institutionen am tertiären Ausbildungssektor haben diese Notwendigkeit erkannt, auch um die geänderten Bedürfnisse und Fähigkeiten von Studierenden gerecht zu werden. Insbesondere E-Portfolios haben das Potenzial, Leistungen von Studierenden im Rahmen einer einzelnen Lehrveranstaltung oder über eine gesamte Ausbildung darzustellen. E-Portfolios zeigen einen didaktischen Mehrwert, indem die Lernenden in den Mittelpunkt gestellt werden, die Selbststeuerung forciert, kollaboratives Lernen gefördert und zum informellen Erfahrungsaustausch angeregt wird. Durch eine ausgewogene Balance zwischen Instruktion, Konstruktion und Navigation durch die LernbegleiterIn wird individuelles Lernen auf unterschiedlichen Niveaus ermöglicht. Das Ziel dieses Beitrages ist es, ein Best-Practice Projekt an der Fachhochschule Campus Wien darzustellen. Im gegenwärtigen Projekt wurde die Lehrveranstaltung „Angewandte Hygiene, Infektiologie und Mikrobiologie“ mit 55 BSc-Studierenden Gesundheitsund Krankenpflege mit deren Erstpraktikum vernetzt. Dazu wurde die Open Source E-Portfolio-Plattform „Mahara“ in der Konzeption eines Reflexions-, Sammlungsund Showcase-Portfolio gewählt. Die Studierenden führten während der Vorlesung und dem folgenden Praktikum in ihrem ePortfolio einen themenbezogenen, öffentlichen Diskurs mit ihren KollegInnen („Schaufenster“) und einen privaten Diskurs mit sich selbst („Lernblog“). Die Evaluierung erfolgte nach Abschluss der LV und zusätzlich nach Beendigung des Praktikums mittels anonymer Online-Befragungen. Als Einsatzmöglichkeiten konnten Studiengänge und Lehrveranstaltungen identifiziert werden, welche das Ziel verfolgen, formelle und insbesondere informelle Lernerfahrungen an unterschiedlichen Lernorten unmittelbar zu verknüpfen. Limitationen konnten ebenfalls identifiziert werden. Die Ergebnisse dieses Projektes dienen der Weiterentwicklung und Vertiefung der pädagogischen/didaktischen institutionellen Strategien, für welche vor allem das Teaching Support Center des Campus Wien verantwortlich zeichnet.
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