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Stichwort Gesundheitswesen (Rezension)

Stephanie Becker-Berke und Birgit Lautwein-Reinhard: Stichwort Gesundheitswesen KomPart Verlag, Bonn, 2004, 2., vollständig überarbeitete Aufl.Rezension von: Dr. Hubert KollingDas Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland mit seiner umfassenden Versorgung im Krankheits
20. Februar 2014 durch
Stichwort Gesundheitswesen (Rezension)
Andreas Lauterbach

Stephanie Becker-Berke und Birgit Lautwein-Reinhard: Stichwort Gesundheitswesen

 

KomPart Verlag, Bonn, 2004, 2., vollständig überarbeitete Aufl.

Rezension von: Dr. Hubert Kolling

Das Gesundheitswesen in der Bundesrepublik Deutschland mit seiner umfassenden Versorgung im Krankheitsfall und seinen Leistungen in der Prävention und Rehabilitation hat eine lange Tradition. Es ist über einen langen Zeitraum hinweg gewachsen in Verbindung mit weiteren Teilen der sozialen Sicherung, insbesondere der Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sowie der Sozialhilfe – ein kompliziertes und oft schwer verständliches Gebilde. Verständlich ist, dass jedes Mitglied der Gesellschaft bei steigender Lebenserwartung möglichst lange gesund sein möchte. Diese Möglichkeit besteht heute auch mehr als früher durch die diagnostischen und therapeutischen Hilfen sowie die moderne Medizintechnik. Der Wunsch nach optimaler Versorgung hat die Solidargemeinschaft angesichts der demographischen Entwicklung und einer schwachen Arbeitsmarktkonjunktur aber vor ernste Finanzierungsprobleme gestellt Eine Reaktion auf diese Umstände und die ständige Fortentwicklung des Gesundheitswesens sind daher unabdingbar. So wird insbesondere seit Ende der 1980er Jahre durch Sparmaßnahmen und Gesetzesänderungen immer wieder versucht, die steigenden Kosten zu senken beziehungsweise in Grenzen zu halten. Dabei erfährt unser Gesundheitssystem grundlegende Veränderungen. Umso notwendiger sind übersichtliche Informationen über die Reformgesetze und Strukturveränderungen sowie die aktuellen Entwicklungen. Wer weiß schon so genau beispielsweise über das „Arzneimittelbudget-Ablösungsgesetz“, das „Fallpauschalengesetz“ oder das „GKV-Modernisierungsgesetz“ bescheid?

Eine gute Möglichkeit, sich hierzu rasch und dennoch präzise zu informieren, bietet das von Stephanie Becker-Berke und Birgit Lautwein-Reinhard vorgelegte schmale Lexikon „Stichwort Gesundheitswesen“, das nach 1999 nun in der zweiten, vollständig überarbeiteten Auflage vorliegt. Es wendet sich, worauf der Untertitel hinweist, sowohl an „Einsteiger wie Insider“. Wenngleich sich die Veröffentlichung mit ihren knapp 500 Stichworten als Lexikon versteht, kann sie – so die beiden Autorinnen in ihrem Vorwort – „eine auch nur annähernd erschöpfende Darstellung und Erläuterung des deutschen Gesundheitssystem nicht beabsichtigen. Es galt daher, wie bereits in der ersten Auflage, eine für den Leser sinnvolle Auswahl der Stichworte zu treffen. Dabei war es Absicht der Autorinnen, neben der Erläuterung der Fachbegriffe Entwicklungslinien aufzuzeigen und den politischen Kontext der Reformmaßnahmen im gebotenen Rahmen darzustellen“.

Diesem Anspruch wird der schmale Band voll gerecht. Stephanie Becker-Berke und Birgit Lautwein-Reinhard, beide langjährig im Gesundheitswesen tätig, erklären verständlich die Strukturen, Inhalte und Ziele der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Gegenüber der ersten Auflage haben sie zahlreiche Neuerungen (Stand 1.3.2004) aufgenommen und die Internet-Hinweise überarbeitet und ergänzt. Gewinnbringend zur Hand nehmen können das verständliche Lexikon alle, die in irgendeiner Art und Weise im oder mit dem Gesundheitswesen zu tun habe: Patienten und ihre Angehörigen ebenso wie Ärzte und das Pflegepersonal, aber auch Mitarbeiter von Krankenkassen und sonstigen Leistungsanbietern sowie Studenten verschiedener Fachdisziplinen, Politiker und interessierte Laien.

Handbuch Altenpflege (Rezension)
Engelbert Sittler und Marianne Kruft: Handbuch Altenpflege Elsevier Verlag, München, 2004, 2. Auflage, 616 Seiten, Einband PVC, 32,00 € - ISBN 3-437-47250-XRezension von: Dr. Hubert KollingDie Bedeutung der Altenpflege hat in der Bundesrepublik Deutschland in den letzten Jahrz