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Sozialpflege. Miteinander leben - füreinander arbeiten (Rezension)

Sozialpflege. Miteinander leben - füreinander arbeiten (Koch, Elke et al.)Verlag Dr. Felix Büchner - Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2010, Rezension von: Dr. Hubert Kolling Zum Berufsfeld Sozialwesen gehören alle Berufe, bei denen der Mensch mit seinen Bedürfnissen in unter
25. Mai 2013 durch
Sozialpflege. Miteinander leben - füreinander arbeiten (Rezension)
Andreas Lauterbach

Sozialpflege. Miteinander leben - füreinander arbeiten (Koch, Elke et al.)

Verlag Dr. Felix Büchner - Verlag Handwerk und Technik, Hamburg 2010,

Rezension von: Dr. Hubert Kolling

Zum Berufsfeld Sozialwesen gehören alle Berufe, bei denen der Mensch mit seinen Bedürfnissen in unterschiedlichen Altersstufen und Lebenssituationen im Mittelpunkt steht. Unterteilt kann man sie in sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe. Mit der Errichtung der Berufsfachschulen für Sozialpflege wurde insbesondere das Ziel verbunden, für Jugendliche mit erfüllter Volksschulpflicht eine Erstausbildung im sozialpflegerischen Bereich zu schaffen. Sie eröffnet Hauptschulabgängern den Einstieg in soziale Berufe und führt sie zu einem qualifizierten Berufsabschluss. Dieser bietet dann zugleich die Möglichkeit, eine weitere Ausbildung etwa in der Gesundheits- und Krankenpflege zu absolvieren, von der nicht Wenige Gebrauch machen.

"Sozialpfleger/innen", "Sozialbetreuer/-innen", "Fachkräfte für Pflegeassistenz" oder "Sozialassistenten/-innen mit sozialpflegerischem oder sozialpädagogischem Schwerpunkt" - in den einzelnen Bundesländern gibt es hierzu nicht nur verschiedene Berufsbezeichnungen, sondern auch eigene Ausbildungs- und Prüfungsordnungen mit Unterschieden etwa hinsichtlich der Ausbildungsdauer, den Ausbildungsinhalten, den Prüfungsregelungen, den Abschlussberechtigungen und den angebotenen Ausbildungen - arbeiten in Einrichtungen der Alten-, Behinderten-, Familien- sowie der Kinder- und Jugendhilfe, sowohl im stationären, teilstationären, ambulanten als auch privaten Bereich. Von der Pflege von alten und kranken Menschen bis hin zur Mitarbeit bei der Betreuung von Menschen mit geistiger, körperlicher oder mehrfacher Behinderung in Heimen, Wohngruppen oder Werkstätten bietet der Beruf ein weites Spektrum an Betätigungsfeldern.

Die zwei- bis dreijährige Ausbildung umfasst in Theorie und Praxis ein breites Spektrum an Inhalten. Mit dem Titel "Sozialpflege. Miteinander leben - füreinander arbeiten" haben hierzu Elke Koch, Christine Neumann und Dr. Wolfgang Schmidt ein Lehrbuch verfasst, das nach 1998 (1. Auflage), 2001 (2. Auflage), 2004 (3. Auflage) und 2007 (4. Auflage) nun - den gesellschaftlichen und Lehrplan-Gegebenheiten angepasst - in der fünften, völlig überarbeiteten und erweiterten Auflage vorliegt.

Im Hinblick auf die ins Auge gefasste Zielgruppe und Intention der Veröffentlichung schreiben Autoren und Verlag im Vorwort: "Das Buch eignet sich vor allem für Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschulen für Sozialpflege, Sozialwesen und sozialpflegerische Assistenz. Ziel ist der Erwerb beruflicher Handlungskompetenz für den Umgang mit Menschen verschiedener Altersstufen. Das Buch verknüpft die Vermittlung von Basiswissen mit sozialpädagogischen / sozialpflegerischen Handlungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner Entwicklung, in unterschiedlichen Lebenslagen sowie mit seinen individuellen Bedürfnissen als Betreuer und Betreuter. Die Themen werden anschaulich mithilfe zahlreicher Fallbeispiele erarbeitet" (S. 3).

Orientiert an den Lernfeldern der Bundesländer gliedert sich das Lehrbuch in die folgenden elf Hauptkapitel:

  • Berufsfeld Sozialwesen, Berufe und Anforderungen im Überblick
  • Beobachtung
  • Berufliches Handeln und Lernen als lebenslanger Prozess
  • Beziehungen aufbauen und entwickeln
  • Arbeiten im Team
  • Die menschliche Entwicklung vom Kind zum erwachsenen
  • Entwicklung und Alter
  • Lebenswelt Familie
  • Menschen mit Behinderungen
  • Umgang mit eigenen Belastungen
  • Auseinandersetzung mit Tod und Sterben.
  • Ergänzt wird die Darstellung durch ein Sachwortverzeichnis, Literaturverzeichnis, Bildquellenverzeichnis sowie Internetadressen zum Thema Sozialpflege.

    Da sich die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer in der Anzahl der ausgewiesenen Lernfelder sowie den darin aufgeführten Inhalten und ihrer Gewichtung unterscheiden, ist die hier vorgenommene Zuordnung der Themen zu den einzelnen Kapiteln nicht immer deckungsgleich mit dem jeweiligen Landeslehrplan. Kultusministeriell genehmigt ist "Sozialpflege" für die berufliche Ausbildung zum Sozialpfleger in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern, in den anderen Ländern zumeist pauschal zugelassen.

    Jedes Kapitel beginnt mit einem oder mehreren Fallbeispiel/en und / oder bildlichen Darstellungen, die ebenso wie die sich anschließenden Aufgaben die Schüler/innen zu den Lerninhalten hinführen sollen. Die jeweiligen Themen und Problemstellungen sind dabei durch viele Abbildungen anschaulich aufbereitet. Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen in den Text integrierten Aufgaben und Handlungsaufforderungen, die zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Problembereichen und einem kritischen Hinterfragen des eigenen Standpunkts anregen. Dies fördert die Eigenständigkeit der Schüler/innen und hilft ihnen, Problemsituationen in der Praxis erfolgreich zu bewältigen. Am Ende von jedem Kapitel findet sich eine Zusammenfassung der wichtigsten Inhalte. Die sich daran anschließenden Aufgaben eignen sich ideal als Wiederholung und der selbsttätigen, vertieften Auseinandersetzung mit den behandelten Themen. Alles in allem für die ins Auge gefasste Zielgruppe ein ansprechend gestaltetes Lehrbuch, über dessen Neuauflage man sich freuen darf.

    Ausbildung für die Gesundheitsversorgung von morgen (Rezension)
    Ausbildung für die Gesundheitsversorgung von morgen (Robert Bosch Stiftung (Hrsg.))Verlag Schattauer. Stuttgart, 2011, 124 S., 29,95 €, ISBN 978-3-7945-2868-4Rezension von: Dr. Hubert Kolling Die Robert Bosch Stiftung (vgl. www.bosch-stiftung.de) gehört zu den großen unternehmen