
Rosenberg, M.
Ohne Moral
E-Book: Rosenberg Network Verlag, 2017, 7,90 â¬, ASIN: B077GF8QW9
Taschenbuch: Books on Demand, 2018, 408 S., 12,99 â¬, ISBN: 978-3746077673
Ohne Moral
E-Book: Rosenberg Network Verlag, 2017, 7,90 â¬, ASIN: B077GF8QW9
Taschenbuch: Books on Demand, 2018, 408 S., 12,99 â¬, ISBN: 978-3746077673
«Ohne Moral» ist der erste Krimi einer Sachbuchautorin und spielt in Managementetage eines Pflegeheims. Eine Heimleitung, die sich überfordert fühlt und ihre finanziellen Kennzahlen nicht erreicht, sucht nach Möglichkeiten, ihr Heim erfolgreich zu führen. So beginnt sie Patienten zu sedieren, um dadurch höhere Pflegestufen zu erreichen. So begibt sie sich in die Hände einer professionellen Betrügerbande, bis sie versehentlich Heimbewohner ermordet und sogar zur Tarnung ihres Vorgehens brutal eine ehemalige Kollegin ermorden muss. Diese ehemalige PDL arbeitet bei der als ambulanter Pflegedienst getarnten Organisation. Und die aktuelle PDL des Heimes ermittelt tagelang vor allem ausserhalb des Heimes und löst den Fall.
Die Damen sind alle Single und nicht nur in ihren Führungsqualitäten sehr naiv. Dadurch sind sie sehr empfänglich für die Verführungskünste des betrügenden, charmanten Arztes. Und als am Ende des Buches der Chef der Mafia am Heim auftaucht, wird die PDL bereits wieder schwachâ¦.
Alle beschriebenen Charaktere haben schwierige familiäre Verhältnisse, in denen sich teilweise Berührungspunkte zur Mafia ergeben.
Einen Einblick in ein Pflegeheim und den Arbeitsalltag der Pflegenden bekommt man nicht. Einzig ein Pfleger, der des Mordes beschuldigt wird, wird beschrieben. Allerdings auch er ist mit schwierigen persönlichen Hintergründen belastet und zeigt entsprechende Reaktionen.
Der Schreibstil ist sehr detailliert und lässt wenig Vermutungen und Fantasien zu. Das Geschehen ist eher oberflächlich dargestellt, die Handlungen sind vorhersehbar und es gibt kaum Ãberraschungen. Vieles wird teilweise plakativ beschrieben. Fehlende Satzzeichen oder der wechselnde Vorname des Kommissars fallen dagegen nur selten auf.
Hätte ich dieses Buch nicht für die Pflegewissenschaft gelesen, hätte ich wahrscheinlich einige Details weniger gewichtet und den Krimi als das, was er ist, wahrgenommen: vielleicht nicht ganz mein Schreibstil, aber eine leichte und unterhaltsame Lektüre zum Zeitvertreib mit einigen absurden und Klischeehaften Details.
Eine Rezension von Andrea Dobrin