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Krankenhaus-Report 2002<br> Schwerpunkt: Krankenhaus im Wettbewerb (Rezension)

Krankenhaus-Report 2002 Schwerpunkt: Krankenhaus im Wettbewerb (Arnold, Michael, Jürgen Klauber und Henner Schellschmidt)Schattauer, Stuttgart, 2003, 376 S., 45,95 € - ISBN 3-7945-2219-2 Rezension von: Paul-Werner Schreiner Mit der Einführung des DRG-basierten Vergütungssystem
25. Mai 2013 durch
Krankenhaus-Report 2002<br>
Schwerpunkt: Krankenhaus im Wettbewerb (Rezension)
Andreas Lauterbach

Krankenhaus-Report 2002
Schwerpunkt: Krankenhaus im Wettbewerb (Arnold, Michael, Jürgen Klauber und Henner Schellschmidt)

Schattauer, Stuttgart, 2003, 376 S., 45,95 € - ISBN 3-7945-2219-2

Rezension von: Paul-Werner Schreiner

Mit der Einführung des DRG-basierten Vergütungssystems wird sich die Krankenhauslandschaft verändern. Krankenhäuser werden spätestens jetzt mehr als Unternehmen in einem marktwirtschaftlichen Umfeld bewegen müssen. Die in früheren Zeiten Krankenhäusern, zumindest denen der Grund- und Regelversorgung, zugesprochene Aufgabe, eine regionale Versorgung zu übernehmen, wird damit endgültig der Vergangenheit angehören.Wirtschaftsunternehmen müssen sich spezialisieren und am Markt miteinander konkurrieren. Dies hat Kosequenzen sowohl für das Management als auch für das Versorgungssystem insgesamt.

Die Beiträge im ersten Teil des Krankenhaus-Reports 2002 beschäftigen sich mit der Frage, was Wettbewerb in der Gesundheitsversorgung überhaupt bedeutet und welche Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen, damit dieser funktionieren kann. Dabei spielt das Vorhandensein der gesetzlichen Krankenversicherung eine entscheidende Rolle - eine Kapitelüberschrift lautet "GKV zwischen Dirigismus und Wettbewerb". Weitere kritische Punkte sind

  • welche Formen des Wettbewerbs im Krankenhausbereich denk- und machbar sind
  • die Frage der Trägerschaft - öffentlich, privat, freigemeinnützig - sowie, wie sich die duale Finanzierung mit dem Wettbewerb verträgt
  • die Rolle, die Universitätskliniken in der Versorgungsstruktur einnehmen können und sollen
  • die Qualität der in den Krankenhäusern erbrachten Leistung, wie sie gemessen werden und ob sie ein Wettbewerbsparameter im Gesundheitswesen sein kann

    inwieweit der Wettbewerb Integration und Vernetzung von Versorgungsstrukturen bedingen wird.

Interessant sind ein Kapitel über die Privatisierungswelle im deutschen Krankenhauswesen sowie eines über Reformen im Krankenhauswesen im europäischen Vergleich.

Im zweiten Teil wird in einem Beitrag die Personalsituation in der Psychiatrie erörtert; es wird die Psychiatrie-Personalverordnung dem gemeinsamen Krankenhausbetriebsvergleich nach § 5 Bundespflegesatzverordnung gegenübergestellt sowie ein alternativer Ansatz diskutiert. Der zweite Beitrag handelt von DRG-Methoden-Pretest.

Der dritte Teil enthält wie immer Daten und Analysen. Es werden die Grund- und Kostendaten der Krankenhäuser präsentiert, ferner eine Analyse der Krankenhausdiagnosestatistik 1999 vorgenommen und schließlich über die Veränderungen der Trägerschaft von Krankenhäusern seit 1992 berichtet.

Im vierten Teil wird für knapp 1100 deutsche Krankenhäuser auf der Basis der Daten der Leistungs- und Kalkulationsaufstellung die Mengenentwicklung für ausgewählte Fallpauschalen und Sonderentgelte im Zeitraum 1998-2001 untersucht. Enthalten sind zudem die aktuellen Grund-, Kosten- und Diagnosedaten des Statistischen Bundesamtes.

Die beigefügte CD-ROM enthält alle Texte, Tabellen und Abbildungen sowie ergänzende Daten für die individuelle Aufbereitung zur Verfügung.

Der Krankenhaus-Report ist ein jährlich erscheinendes Periodikum, das mit diesem Band zum zehnten Mal erscheint. Dies gibt Anlass für eine Bilanz der bisherigen Bände in der vorliegenden Ausgabe.

Der Krankenhaus-Report bietet wie immer viele aktuelle Zahlen und Fakten sowie profunde Analysen und Erörterungen. Für alle, die in Einrichtungen des Gesundheitswesen Verantwortung tragen ein wichtiges Kompendium.

Im Rücken steckt das Messer<br> Geschichten aus der Gerichtsmedizin (Rezension)
Im Rücken steckt das Messer Geschichten aus der Gerichtsmedizin (Bankl, Hans)Kremayr&Scheriau, Wien, 2001, 255. S., 2. Aufl., 19,00 € - ISBN 3-218-00692-9Rezension von: Paul-Werner Schreiner Der Tod gilt gemeinhin als eine sehr ernste Sache, mit der und über die man keine Späße