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Anästhesie-Fibel (Rezension)

Anästhesie-Fibel (Wrobel, Marc et al.)Elsevier, München, 2011, 2., vollst. akt. Aufl., 297 S., 23,95 €,ISBN 978-3-437-24751-4Rezension von: Sven Dietrich, Assistenzarzt Amästhesie Die Anästhesie-Fibel gibt auf 204 Seiten und 15 Kapiteln alle relevanten Informationen aller opera
25. Mai 2013 durch
Anästhesie-Fibel (Rezension)
Andreas Lauterbach

Anästhesie-Fibel (Wrobel, Marc et al.)

Elsevier, München, 2011, 2., vollst. akt. Aufl., 297 S., 23,95 €,ISBN 978-3-437-24751-4

Rezension von: Sven Dietrich, Assistenzarzt Amästhesie

Die Anästhesie-Fibel gibt auf 204 Seiten und 15 Kapiteln alle relevanten Informationen aller operativen Disziplinen in bündiger Form dar. Besonders wichtige Informationen, Tipps und Caveats werden farblich hervorgehoben. Immer wieder werden Farbtabellen zur besseren Übersicht eingesetzt. Das Buch etnhält folgende Kapitel:

  • 1. Organisation
  • 2. Hygienerichtlinien
  • 3. Notfälle
  • 4. Prämedikationsvisite
  • 5. Medikamente in der Anästhesie
  • 6. Infusionstherapie
  • 7. Blut und Blutprodukte
  • 8. Allgemeinanästhesie
  • 9. Atemwegsmanagement
  • 10. Analgosedierung
  • 11. Regionalanästhesie und periphere Nervenblockaden
  • 12. Spezielle Anästhesie
  • 13. Postanästhesiologisches Management
  • 14. Postoperative Schmerztherapie
  • 15. Anhang

Nachdem Kapitel 1 und 2 kurz die wichtigsten Informationen zu organisatorischen Dingen wie Arbeitszeitenregelungen und die korrekte Händedesinfektion wiedergeben, steigt man im 3. Kapitel direkt in die Akutversorgung von Notfällen ein. Hier zeigen die ALS-Algorithmen alle wichtigen Schritte der Reanimation bei Erwachsenen, Kinder und sogar Neugeborenen. Im 4. Kapitel werden alle wichtigen Aspekte der Prämedikationsvisite aufgezeigt, wobei eine Liste über die patienteneigene Medikation vor Narkose wünschenswert wäre.

Dafür kann im 5. Kapitel die übersichtliche tabellarische Darstellung von Perfusordosierungen der wichtigsten Medikamente absolut überzeugen. Neben den gängigen Opioiden, Hypnotika, Muskelrelaxanzien und Inhalationsanästhetika werden auch Antiarrhythmika und perioperative Antibiotika mit allen wichtigen pharmakologischen Eigenschaften vorgestellt.

Im 6. Kapitel werden unter anderem die Elektrolytzusammensetzungen der einzelnen Infusionslösungen in einer Tabelle gezeigt.

Neben den Basisinformationen über Blutprodukte listet als Besonderheit das Kapitel 7 besonders übersichtlich die empfohlene Bereitstellung von Blutprodukten der wichtigsten chirurgischen Eingriffe auf.

Nachdem im 8. Kapitel die Durchführung einer Allgemeinanästhesie Schritt für Schritt behandelt wurde, geht Kapitel 9 besonders auf das Atemwegsmanagement ein. Alle wichtigen Maßnahmen zur Sicherung der Atemwege werden behandelt und der Algorithmus zum Management des schwierigen Atemwegs rundet das Kapitel ab.

Nachdem kurz und knapp im 10. Kapitel die Analgosedierung vorgestellt wird behandelt Kapitel 11 ausführlich die Regionalanästhesie. Rückenmarksnahe Regionalanästhesie und periphere Nervenblockaden der oberen und unteren Extremität werden sehr gut zusammengefasst. Besonderheiten sind die Tabelle über die empfohlenen Zeitintervalle zwischen Antikoagulanziengabe und rückenmarksnaher Regionalanästhesie und die Abbildung der Anatomie des Plexus brachialis.

Letztendlich liefert das Kapitel 12 mit der speziellen Anästhesie tiefere Einblicke in besondere Situationen in der Anästhesie. Die Kindernarkose und Besonderheiten bei Patienten mit Vorerkrankungen werden ausführlich dargestellt. Außerdem werden die wichtigsten Aspekte folgender chirurgischen Disziplinen dargestellt: Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie, Traumatologie, Herzthoraxchirurgie, Thoraxchirurgie, Augenheilkunde, Gynäkologie und Geburtshilfe, HNO-Eingriffe, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Urologie. Lagerung, Monitoring, Narkoseführung und Besonderheiten werden dabei bei den einzelnen chirurgischen Eingriffen abgehandelt.

Kapitel 13 und 14 informieren letztendlich kurz und bündig über das postoperative Management im Aufwachraum und die postoperative Schmerztherapie. Letztere wird im Kapitel 15 anhand von Tabellen komplettiert.

Die Anästhesie-Fibel ist nicht umsonst seit Jahren erprobt und bewährt in der Klinik für Anästhesiologie am Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg. Das Buch gibt in gut strukturierter Form alle relevanten Daten und Fakten zu allen operativen Fachbereichen wieder. Wer einen Begleiter in der Klinik im Taschenformat möchte, ist mit der Anästhesie-Fibel sicherlich gut beraten.

Kurz vor Fertigstellung der Rezension erschien die zweite vollständig aktualisierte Auflage. Hervorzuheben ist die Aktualisierung der Algorithmen zur Wiederbelebung auf den Stand September 2010.

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