Altenpflege in Lernfeldern |
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Die Tatsache, dass dieses Einführungsbuch für AltenpflegeschülerInnen in einem handwerklich-technisch ausgerichteten Verlag erscheint, verweist auf eine Tradition in der Pflege. Professionelle Pflege, und damit auch die Altenpflege, ist zunächst ein Handwerk und eine Kunst, die erlernt, erprobt und erfahren werden muss. Das von Zenneck herausgegebene Buch ist von einem Team von Praktikern geschrieben worden, die sowohl pädagogische wie auch pflegepraktische Bezüge zur Altenpflege aufweisen. Die Gliederungssystematik des Buches orientiert sich am Konzept der Lernfelder, insbesondere an dem vom Kuratorium Deutsche Altershilfe vorgelegten âMaterialien für die bundeseinheitliche Altenpflegeausbildungâ. Diese Handreichung ist praxisorientiert, didaktisch aufgebaut und wird in vielen Pflegeschulen bereits eingesetzt. Für einen ersten Einstieg in das Themenfeld der Altenpflege ist dieses Buch geeignet. Die Schüler/innen werden informiert über drei groÃe Lernfelder. In den theoretischen Grundlagen (Lernfeld 1) wird über das Altern allgemein, aber auch über spezifische Pflegetheorien/Pflegekonzepte informiert. Aspekte der Biographiearbeit, der Rehabilitation und der ethischen Reflexion in der Pflege werden ebenfalls in diesem Kapitel bearbeitet. Das Arbeiten mit dem Pflegeprozess steht im Zentrum von Lernfeld 2 (Pflege alter Menschen planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren). In diesem Kapitel wird anschaulich dargelegt, wie der Pflegeprozess abläuft (bzw. ablaufen soll), die entsprechenden Dokumente werden kurz vorgestellt, auch der Aspekt der Evaluation wird nicht übersehen. Im abschlieÃend behandelten Lernfeld geht es um Anleitung, Beratung und das Führen von Gesprächen. Hier werden erste Grundlagen der Gesprächsführung und der Beratungstechnik vermittelt. Insgesamt finde ich das Buch ansprechend und für das Zielpublikum angemessen. Interessant ist auch, dass in den weiterführenden Literatur- und Internethinweisen nicht nur Fachliteratur ausgewiesen ist, sondern auch Beispiele aus der Literatur (z. B. Brechts unwürdige Greisin) empfohlen werden. Das Buch kann aber â wie jedes Buch â nur einen Einstieg liefern. Weitere Texte, Materialien etc. sind mit zu berücksichtigen, vor allem in den fortgeschrittenen Ausbildungsstufen.